Zitate

Eine Sammlung von Zitaten über und von Erich von Stroheim:

„The man you love to hate.“ – so wurde Erich von Stroheim als Bösewicht in Filmen beworben

“Stroheim spoke hardly any German. He had to study his lines like a schoolboy learning a foreign language.” Jean Renoir

“Lubitsch shows you first the king on the throne, then as he is in the bedroom. I show you the king in the bedroom so you’ll know just what he is when you see him on his throne.” Erich von Stroheim

“If you live in France, for instance, and you have written one good book, or painted one good picture, or directed one outstanding film fifty years ago and nothing else since, you are still recognized and honored accordingly. People take their hats off to you and call you “maître”. They do not forget. In Hollywood—in Hollywood, you’re as good as your last picture. If you didn’t have one in production within the last three months, you’re forgotten, no matter what you have achieved ere this.” Erich von Stroheim

Werk als Regisseur

Blind Husbands – 1919, Erstlingswerk von Erich von Stroheim, wobei er sowohl für das Drehbuch als auch die Regie verantwortlich war
The Devil’s Passkey – 1920
Foolish Wives – 1922
Merry-Go-Round – 1923, während der Dreharbeiten wurde Erich von Stroheim vom Studie-Chef gefeuert und durch einen anderen Regisseur ersetzt
Greed – 1924, in der Originalversion 9 Stunden lang. Die MGM Studios schnitten den Film dann auf etwa 2 Stunden zusammen und alles Schnittmaterial ging verloren. Damit gilt Greed von Erich von Stroheim als einer der größten Verluste der Filmgeschichte.
Hello, Sister! – 1933
The Merry Widow – 1925
The Honeymoon – 1928
The Wedding March – 1928
Queen Kelly – 1929, Erich von Stroheim wurde während der Dreharbeiten von der Verantwortung entbunden.
The Great Gabbo -1929
Fugitive Road – 1934

Werk als Schauspieler

La madone des sleepings – 1955
Napoléon – 1955
Série noire – 1955
Alerte au sud – 1953
L’envers du paradis – 1953
Minuit… Quai de Bercy – 1953
Alraune – 1952
Sunset Boulevard – 1950, Erich von Stroheim wird für diesen Film zum Oskar nominiert
Portrait d’un assassin – 1949
Le signal rouge – 1949
Danse de mort – 1948
La foire aux chimères – 1946
On ne meurt pas comme ça -1946
The Mask of Diijon – 1946
Scotland Yard Investigator – 1945
The Great Flamarion – 1945
Storm Over Lisbon – 1944
The Lady and the Monster – 1944
The North Star – 1943
Five Graves to Cairo – 1943
Macao, l’enfer du jeu – 1942
So Ends Our Night – 1941
I Was an Adventuress – 1940
Tempête – 1940
Menaces – 1940
Pièges – 1939
Rappel immédiat – 1939
Derrière la façade – 1939
Le monde tremblera – 1939
Gibraltar – 1938
Ultimatum – 1938
Les disparus de Saint-Agil – 1938
L’affaire Lafarge – 1938
Les pirates du rail – 1938
Under Secret Orders – 1937
L’alibi – 1937
La grande illusion – 1937
Marthe Richard au service de la France – 1937
The Crime of Doctor Crespi – 1935
Crimson Romance – 1934
Fugitive Road – 1934
As You Desire Me – 1932
The Lost Squadron – 1932, hier spielt Erich von Stroheim eine fantastische Parodie von sich selbst
Friends and Lovers – 1931
Three Faces East – 1930
The Great Gabbo – 1929
The Wedding March – 1928
The Honeymoon – 1928
Greed – 1924
Foolish Wives – 1922
Blind Husbands – 1919
The Heart of Humanity – 1918
The Hun Within – 1918
Hearts of the World – 1918
The Unbeliever – 1918
Who Goes There? – 1917
Sylvia of the Secret Service – 1917
Reaching for the Moon – 1917
Draft 258 – 1917
For France – 1917
In Again, Out Again – 1917
Panthea – 1917
The Social Secretary – 1916
Intolerance: Love’s Struggle Throughout the Ages – 1916
Macbeth – 1916
The Flying Torpedo – 1916
His Picture in the Papers – 1916
Old Heidelberg – 1915
Farewell to Thee – 1915
Ghosts – 1915
The Failure – 1915
Captain Macklin – 1915
The Country Boy – 1915, Erich von Stroheims Debut, bei dem er aber namentlich ungenannt blieb

Biographie

Erich von Stroheim wurde am 22. September 1885 in Wien, der Hauptstadt des heutigen Österreich geboren, und verstarb am 12. Mai 1957 in Maurepas, Frankreich. Seine filmische Karriere verbrachte von Stroheim jedoch vor allem in den USA. Dort wurde er als prototypischer Bösewicht einer der großen Stars der Stummfilm-Ära und einer der umstrittensten Regisseure der Zeit.

Gemäß der jüngsten Biographien über Erich von Stroheim, wie unter anderem von Richard Koszarski, wurde Stroheim in eine jüdische Familie der österreichischen Mittelklasse geboren. Dies steht im krassen Gegensatz zu seiner eigenen Behauptung ein Graf zu sein und der adeligen Linie der von Stroheim und Nordenwall’s zu entstammen. Da von Stroheim ein großer Fantast war, ist auch die von ihm persönlich autorisierte Biographie voller solcher Unwahrheiten.

Seine Schauspielkarriere begann 1914 in Hollywood, wo er mit seinem deutschen Hintergrund, aufgrund der hohen weltpolitischen Bedeutung des Landes zunächst auch als Berater zu für deutsche Hintergründe und Rollen gefragt war. In seinen Rollen gab er fast immer den bösartigen Deutschen. Mit dem Ende des 1. Weltkrieges begann er selbst an Filmstoffen zu schreiben. Sein Erstlingswerk „Blind Husbands“ verfilmte er als Regisseur 1919 selbst. Als Regisseur erwarb sich von Stroheim den Ruf ein ausgesprochener Perfektionist zu sein, der seinen Schauspielern alles abverlangt. Dennoch ist er zweifelsohne einer der größten Regisseure der Stummfilm-Ära. Sein Film „Foolish Wives“ von 1922 ist angeblich der erste Kinofilm mit einem Budget von über 1 Mio. US-Dollar. Nachdem er Ende der 20er Jahre immer öfter mit seinen Projekten an Kostenvorgaben scheiterte und deshalb von der Regie entbunden wurde, konzentrierte er sich wieder gänzlich auf die Schauspielerei.

Erich von Stroheim war insgesamt drei Mal verheiratet, zuletzt mit Valerie Germonprez. Obwohl diese dritte Ehe nie geschieden wurde, war von Stroheim seit 1938 mit Denise Vernac, einer Schauspielerin liiert und verbrachte mit ihr den Rest seines Lebens. Seinen letzten Lebensabschnitt verbrachte von Stroheim in Frankreich, wo in intellektuellen und künstlerischen Milieus seine Arbeit weit mehr geschätzt wurde, als in den USA. Kurz vor seinem Tod wurde er zudem in die Fremdenlegion aufgenommen.